Das Indianische Horoskop
Freund und Anhänger der Astrologie vertrauen sich meistens den hierzulande am weitesten verbreiteten Sternzeichensystemen an - seien es unsere zwölf Tierkreiszeichen oder die dem chinesischen Horoskop entstammenden Tiere. Wer dagegen kennt Indianische Sternzeichen?
Auch diese entstammen, für ein Naturvolk nicht ungewöhnlich, der Tierwelt: Der Kreis reicht vom Biber über Braunbär, Eule, Habicht, Hirsch Lachs, Otter, Puma, Rabe, Schlange und Schneegangs bis hin zum Specht. Allerdings gilt ein indianisches Sternzeichen mehr als schützender Geist, der seinen Träger beschirmt. Ähnlich ist die Zuordnung von Eigenschaften zu den unterschiedlichen Tieren. Dem Menschen, der zum Beispiel im Zeichen des Bibers geboren wurde, arbeitet nach der Auffassung der nordamerikanischen Indianer emsig und versucht eine Existenz aufzubauen. Der Habicht ist von Ehrgeiz und Wettbewerb mit anderen geprägt, der Braunbär gilt als geselliger, verträglicher Zeitgenosse. Indianische Sternzeichen werden auch Totem genannt. Das Wissen über diese Systematik bleibt heute, dank Internet, nicht mehr seltenen Reisenden oder kaum aufzuspürenden Schriften vorbehalten. Google sei dank finden sich vielfältige Informationen zu Schutzamuletten, positiv auf ein Sternzeichen wirkenden Pflanzen, die passenden Edelsteine und so fort. Globales Wissen jederzeit und überall? Vermutlich kommt es darauf an, wen man fragt und wie tief dessen Glauben in die Kraft und Wirksamkeit solcher Systeme ist. Zu vermuten ist, dass der Mechanismus der Selbsterfüllenden Prophezeiung nicht unbedingt davon abhängt, für welches Sternzeichensystem man sich entscheidet - solange nur der Glaube an die Wirksamkeit regiert.






